Hallo Leute,
ich hoffe ihr habt euch alle gut auf die Prüfung in der nächsten Woche vorbereitet. Ich werde leider nicht an der Prüfung teilnehmen, da bei mir der Verdacht auf eine Meniskus-Verletzung besteht. Da ich allerdings einige Mails bezüglich der Eignungsprüfung erhalten habe, hab ich mir gedacht, dass ich euch einmal ein paar grundlegende Dinge zur Prüfung schreibe, die euch eventuell weiterhelfen können oder ein wenig die Nervosität nehmen können.
Bevor ich damit anfange, möchte ich mich allerdings noch einnmal für die enorme Resonanz und Beteiligung bedanken
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Ablauf des Prüfungstags
Bei mir war es so, dass ich um 7:30 Uhr an der SPOHO eintreffen musste. Dort musste man dann an den Fenstern der Eingangshalle schauen, in welcher Gruppe man ist und sich dann an der entsprechenden Schlange anstellen. Dort erhaltet ihr gegen Vorzeigen eures Personalausweises (WICHTIG, mitnehmen!) den Tagesplan. Zur Sicherheit würde ich auch die Einladung, die ihr von der SPOHO erhalten habt, mitnehmen.
Wenn dann alle Teilnehmer gegen 8 Uhr registriert sind, geht es in den Vorlesungs-Raum, wo ihr noch einmal alle wichtigen Informationen zum Test erhaltet. Im Grunde alles kalter Kaffee, da ihr meine „Tipps“ gelesen habt
Weiter geht es dann mit der ersten Prüfung. Jede Gruppe hat einen Supervisor, der den ganzen Tag für euch zuständig ist. Dieser wird es auch sein, der euch sagt, wo ihr euch zuerst trefft. Danch geht es zur ersten Prüfung. Der Rest ist gruppen- und planabhängig. Der 3000m-Lauf startete im vergangenen Jahr gegen 19 uhr. Ihr seid also wirlich den ganzen Tag dort.
Prüfungseinheit Leichtathletik
Ihr werdet zu Beginn in drei Gruppen aufgeteilt. Diese machen dann jeweils Hochsprung, Sprint und Kugelstoßen. Je nachdem in welcher Gruppe ihr seid, wird die Reihenfolge bestimmt. Bei mir war es so, dass man selbst zwischen den drei Disziplinen viel Zeit hatte sich aufzuwärmen oder noch einmal etwas zu trinken/essen.
Prüfungseinheit Tischtennis
Der Prüfer erklärt euch zu Anfang welche Schlagvarianten er sehen möchte und wann er sie sehen möchte. Bei der Schlagvarianten-Demonstration geht es darum den Ball im Spiel zu halten. Anders ist es in der darauf folgenden Spielsimulation: Dort gilt es wirklich ernst zu spielen und Punkte zu machen. Auch solltet ihr euch über die Spielregeln und Zählmethoden im Klaren sein. Wer direkt vor dem Prüfer spielt, sollte nicht negativ auffallen, nur weil er ein paar einfache Regeln nicht beherrscht.
Prüfungseinheit Volleyball
Zunächst spielt ihr euch in 2er-Gruppen ein, indem ihr euch den Ball hin und her pritscht/baggert. Bei mir war es so, dass wir danach ein 3gegen3 gespielt haben und die Prüfung dann vorbei war für die sechs Leute. Ob das jetzt die Güte des Prüfers oder wirklich die normale Prüfung war, kann ich nicht beurteilen. Rein subjektiv war es wirklich Kinderkram. Auch hier galt während des Spiels wieder: Ball im Spiel halten. Weiterhin war abgemacht , dass keine Schmetterbälle gesschlagen werden. Darüber hinaus kann ich euch nur empfehlen eure Teammitgliedern darauf hinzuweisen, dass möglichst drei Ballkontakte pro Spielzug gemacht werden. Das zeugt von Koordinations- und Spielvermögen. Zudem haben wir das Rotationssystem, dass die meisten wohl aus der Schule kennen, angewandt, um dem Prüfer zu zeigen, dass wir alle das Vorder- bzw. Hinterspiel sowie den allgemeinen Positionsaufbau beherrschen. Dazu: Bei 3gegen3 spielt man mit zwei Hinterspielern und einem Vorderspieler. Der Vordperspieler wendet sich bei einem Aufschlag der Gegner zu seinen Mitspielern und ist im Idealfall die erste Anspielstation. Sollte dies geglückt sein, verteilt der Voderspieler den Ball auf einen der beiden Hinterspieler.
Prüfungseinheit Schwimmen
Beim Schwimmen werdet ihr wieder in Gruppen aufgeteilt – Diesmal in die Gruppen Kopfsprung und Technikschwimmen/Tauchen. Das Zeitschwimmen findet erst dann statt, wenn alle Teilnehmer diese beiden Phasen durchlaufen haben. Zuvor erhält jeder Teilnehmer noch seine Startrunde und seinen Startblock, so dass jeder weiss wann er dran ist.
Prüfungseinheit Turnen
Beim Turnen wird die Gruppe ebenfalls gespalten. Eine wirkliche Reihenfolge gibt es nicht, soweit ich das erkennen konnte. Das was gerade frei ist, wird gemacht.
Prüfungseinheit 3000m-Lauf
Euch trennen maximal 12:59 Minuten von eurem Ziel. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen !
Weitere Trainingseinheiten
Zu den anderen Prüfungseinheit kann ich leider keine Auskunft geben, da ich diese nicht gemacht habe.
Tipp 1: Macht euch nicht zu viele Gedanken über den gesamten Tag
Also ich kann euch sagen, dass ihr euch keine Gedanken darüber machen solltet, ob ihr den Tag durchhaltet. Zwar wird immer wieder gerne betont, dass das alles kein Zuckerschlecken ist, aber alles in allem habt ihr genug Ruhepausen. Also ich hatte bis zu 30min Pause zwischen den einzelnen Prüfungen.
Tipp 2: Essen & Trinken
Dass ihr Kohlenhydrate zu euch nehmen sollt, muss ich euch wohl nicht sagen
Besonders 2-3 Tage vor dem Test solltet ihr euch einen Kohlenhydrat-Puffer aneignen. Nudeln, Reis, Kartoffeln – alles super Energielieferanten ! Am Prüfungstag muss jeder für sich sich wissen, was er während des Sports isst und, besonders wichtig, verträgt. Denn es bringt euch nichts besonders ausgefallene Energielieferanten zu futtern, wenn euer Magen nicht damit klar kommt. Nehmt also gewohnte Mahlzeiten zu euch. Ich persönlich habe auf Studentenfutter zurückgegriffen. Die Nüsse, Mandeln und besonders die Rosinen sind gute Energielieferanten. Aber auch ein Käsebrötchen mit Magarine kann euch wichtige Nährstoffe liefern. Auch wenn es Leute gibt, die darauf schwören: Lasst die Finger von Energieriegel und Energiedrinks. Das Zeug ist pure Chemie und man kann locker auf normale Lebensmittel zurückgreifen. Ansonsten würde ich euch raten stilles Wasser zu trinken. Gebenenfalls mit etwas Apfelsaft mischen. Auch kann ich euch empfehlen in der Mittagspause einen kleinen Nudelsnack in der SPOHO-eigenen Kantine/Mensa zu gönnen. Achtet dabei jedoch darauf, dass ihr nicht zu viel Soße esst. Die bekommt dem Magen bei mSport nicht so gut. Zum Trinken noch ein Hinweis: Viel trinken ist gut, zu viel trinken ist schlecht
Wir alle kennen den am Wegrand sitzenden jungen Mann aus der VOX-Reportage, der beim 3000m-Lauf zusammengeklappt ist. Der hatte sich vor dem Lauf mit Wasser vollaufen lassen … Der Rest ist bekannt.
Tipp 3: Badeshorts beim Schwimmen (für die Herren); Bikini beim Schwimmen (für die Damen)
Für die Herren: Niemanden interessiert wie ihr ausseht
Auf 100m kann eine Badeshorts gut und gerne zwei Sekunden ausmachen. Wer also mit der Zeit zu kämpfen hat, dem empfehle ich einen Eierquetscher ! Weniger Stoff = Weniger Widerstand !
Für die Damen: Euer Bikini-Traumbody, den ihr natürlich ohne Zweifel habt, ist für alle Anwesenden an diesem Tag absolut uninteressant , weshalb es auch ein Badeanzug tut
Wäre doch fatal, wenn der Kopfsprung daran scheitert, dass ihr euch zu viele Gedanken darüber gemacht habt, ob das Oberteil rutscht und ob ihr es im Fall der Fälle festhalten sollt. Viel schlimmer wäre es noch, wenn es daran scheitert, dass ihr es tatsächlich gemacht habt
Tipp 4: Kopfsprung
Macht ihn vorher ein paar Mal ! Im letzten Jahr war das besser als jede Comedy-Show. Da waren reihenweise Rückenklatscher und Schlimmeres dabei. Wer das letzte Mal vor x Jahren vom 1m-Brett gesprungen ist, sollte es noch einmal machen. Besonders weil die Bretter in der SPOHO wirklich extrem weich sind und ihr absrpingen müsst. Nicht umsonst heisst es KopfSPUNG ( Lacht nicht, einige sind im letzten Jahr „gefallen“). Außerdem solltet ihr beachten, dass ihr DREI Schritte VOR dem Absprung macht. Um das Problem zu umgehen, aus dem Rythmus gekommen zu sein oder ob man nun zwei oder drei Schritte gemacht hat: Stellt euch an das Ende des Sprungbretts. Bis ihr vorne seid, habt ihr mindestens fünf Schritte gemacht und seid auf der sicheren Seite. Wer nicht die Möglichkeit hat auf einem weichen Brett zu üben, dem sei gesagt, dass ihr vor der Prüfung relativ viel Zeit habt sich an das Brett zu gewöhnen. Außerdem sagt euch der Prüfer nach eurem Trainingssprung, den jeder hat, was ihr gegebenenfalls anders/besser machen müsst.
Tipp 5: Taucherbrille (Schwimmen)
Taucherbrillen sind erlaubt !
Tipp 6: 50m-Bahnen, Zwischenzeit und zur Seite gucken (Schwimmen)
Die Pause, die man bei der Wende auf 25m-Bahnen macht, unterschätzen viele. Ich kann mich erinnern, dass ich bei der ersten 50m-Bahn nach der 25m-Linie kurz dachte „F**k, noch so weit bis zur Wende?“ – Teilt euch die Luft und Kraft ein. Die Wende könnt ihr übrigens auch dazu nutzen, euch über eure Zwischenzeit zu informieren. Die AstA-Helfer sitzen alle am Bock und schreien euch eure Zeit zu.
Kurz noch angemerkt: Ich habe während der Prüfung immer wieder Leute gesehen, die geguckt haben, wo die anderen Schwimmer sind. Völlig egal, nur eure Zeit zählt!
Tipp 7: Haltung (Sprint)
Beim Sprint solltet ihr nicht gebeugt laufen. Dies bedeutet: Blick in Richtung Ziel und nicht in Richtung Boden. Sobald ihr auf den Boden guckt, bricht euer Körper ein und eure ganze Dynamik wird gestört. Dies gilt besonders für die letzten 20 Meter – Augen zu (Kopf nicht senken
) und durch !
Tipp 8: Absprung mit einem Bein (Hochsprung)
Beim Hochsprung ist es völlig egal wie ihr über die Stange kommt. Hauptsache ihr springt mit einem Bein ab !
Tipp 9: Socken ? (Turnen)
Geturnt wird Barfuß !
Tipp 10: Rückwärtsrolle durch den Hockstütz
Ich weiss nicht wieviele E-Mails ich bezüglich meiner Rückwärstrolle bekommen habe, aber es waren viele. Dazu kann ich nur sagen, dass die Rückwärtsrolle in dem Video ausbaufähig ist und sicher nicht als Maßstab dienen kann. Ich weiss auch nicht wie meine Rückwärtsrolle während der Prüfung aussah, allerdings hat es gereicht. Ich würde aber nie sagen: „Was ihr auf dem Video seht, reichtdefinitiv für die Prüfung aus“.
Tipp 11: Haltung (Turnen)
Zum Turnen gehört auch eine ordentliche Präsentation. Achtet also darauf, dass ihr auch neben den eigentlichen Prüfungseinheiten wie Hockstütz, Handstand und so weiter eine vernünftige Haltung (Rücken durchgestreckt ; Armpositionen etc.) an den Tag legt. Das trägt nämlich auch positiv zur Bewertung bei.
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Ich hoffe ich konnte dem ein oder anderen noch ein paar Fragen beantworten oder eventuell ein wenig die Nervosität nehmen. Ich wünsche euch allen viel Glück und ich freue mich über jegliche Resonanz ! Natürlich könnt ihr auch gerne noch weitere Fragen stellen, falls noch welche offen geblieben sind.
Gruß
Christian
Anmerkung: Die Münchener Fernsehproduktionsfirma VIRGO FILM AG sucht für die Sporteignunsgprüfung in Köln noch Protagonisten, die sich dafür bereit erklären, während der Prüfung von einem Kamerateam begleitet zu werden. Interessenten können sich via E-mail (anna.seesslen@virgofilm.de) mit der Firma in Kontakt setzen.
März 6, 2009 um 9:29 |
hey,
erst mal kompliment für den guten beitrag!!!
Ich hab noch ne Frage zum Kugelstoßen, wie lief das ab? Und auf was gilt es zu achten? Und ghast du beim Sprinten Spikes benuzt? Und ist das überhaupt erlaubt?
Mfg Niceguy