Tipps & Infos zur SPOHO Eignungsprüfung

Februar 2, 2009 von Christian Kresse

Hallo Leute,

ich hoffe ihr habt euch alle gut auf die Prüfung in der nächsten Woche vorbereitet. Ich werde leider nicht an der Prüfung teilnehmen, da bei mir der Verdacht auf eine Meniskus-Verletzung besteht. Da ich allerdings einige Mails bezüglich der Eignungsprüfung erhalten habe, hab ich mir gedacht, dass ich euch einmal ein paar grundlegende Dinge zur Prüfung schreibe, die euch eventuell weiterhelfen können oder ein wenig die Nervosität nehmen können.

Bevor ich damit anfange, möchte ich mich allerdings noch einnmal für die enorme Resonanz und Beteiligung bedanken :)

__________________________________________

Ablauf des Prüfungstags

Bei mir war es so, dass ich um 7:30 Uhr an der SPOHO eintreffen musste. Dort musste man dann an den Fenstern der Eingangshalle schauen, in welcher Gruppe man ist und sich dann an der entsprechenden Schlange anstellen. Dort erhaltet ihr gegen Vorzeigen eures Personalausweises (WICHTIG, mitnehmen!) den Tagesplan. Zur Sicherheit würde ich auch die Einladung, die ihr von der SPOHO erhalten habt, mitnehmen.

Wenn dann alle Teilnehmer gegen 8 Uhr registriert sind, geht es in den Vorlesungs-Raum, wo ihr noch einmal alle wichtigen Informationen zum Test erhaltet. Im Grunde alles kalter Kaffee, da ihr meine „Tipps“ gelesen habt :)

Weiter geht es dann mit der ersten Prüfung. Jede Gruppe hat einen Supervisor, der den ganzen Tag für euch zuständig ist. Dieser wird es auch sein, der euch sagt, wo ihr euch zuerst trefft. Danch geht es zur ersten Prüfung. Der Rest ist gruppen- und planabhängig. Der 3000m-Lauf startete im vergangenen Jahr gegen 19 uhr. Ihr seid also wirlich den ganzen Tag dort.

Prüfungseinheit Leichtathletik

Ihr werdet zu Beginn in drei Gruppen aufgeteilt. Diese machen dann jeweils Hochsprung, Sprint und Kugelstoßen. Je nachdem in welcher Gruppe ihr seid, wird die Reihenfolge bestimmt. Bei mir war es so, dass man selbst zwischen den drei Disziplinen viel Zeit hatte sich aufzuwärmen oder noch einmal etwas zu trinken/essen.

Prüfungseinheit Tischtennis

Der Prüfer erklärt euch zu Anfang welche Schlagvarianten er sehen möchte und wann er sie sehen möchte. Bei der Schlagvarianten-Demonstration geht es darum den Ball im Spiel zu halten. Anders ist es in der darauf folgenden Spielsimulation: Dort gilt es wirklich ernst zu spielen und Punkte zu machen. Auch solltet ihr euch über die Spielregeln und Zählmethoden im Klaren sein. Wer direkt vor dem Prüfer spielt, sollte nicht negativ auffallen, nur weil er ein paar einfache Regeln nicht beherrscht.

Prüfungseinheit Volleyball

Zunächst spielt ihr euch in 2er-Gruppen ein, indem ihr euch den Ball hin und her pritscht/baggert. Bei mir war es so, dass wir danach ein 3gegen3 gespielt haben und die Prüfung dann vorbei war für die sechs Leute. Ob das jetzt die Güte des Prüfers oder wirklich die normale Prüfung war, kann ich nicht beurteilen. Rein subjektiv war es wirklich Kinderkram. Auch hier galt während des Spiels wieder: Ball im Spiel halten. Weiterhin war abgemacht , dass keine Schmetterbälle gesschlagen werden. Darüber hinaus kann ich euch nur empfehlen eure Teammitgliedern darauf hinzuweisen, dass möglichst drei Ballkontakte pro Spielzug gemacht werden. Das zeugt von Koordinations- und Spielvermögen. Zudem haben wir das Rotationssystem, dass die meisten wohl aus der Schule kennen, angewandt, um dem Prüfer zu zeigen, dass wir alle das Vorder- bzw. Hinterspiel sowie den allgemeinen Positionsaufbau beherrschen. Dazu: Bei 3gegen3 spielt man mit zwei Hinterspielern und einem Vorderspieler. Der Vordperspieler wendet sich bei einem Aufschlag der Gegner zu seinen Mitspielern und ist im Idealfall die erste Anspielstation. Sollte dies geglückt sein, verteilt der Voderspieler den Ball auf einen der beiden Hinterspieler.

Prüfungseinheit Schwimmen

Beim Schwimmen werdet ihr wieder in Gruppen aufgeteilt – Diesmal in die Gruppen Kopfsprung und Technikschwimmen/Tauchen. Das Zeitschwimmen findet erst dann statt, wenn alle Teilnehmer diese beiden Phasen durchlaufen haben. Zuvor erhält jeder Teilnehmer noch seine Startrunde und seinen Startblock, so dass jeder weiss wann er dran ist.

Prüfungseinheit Turnen

Beim Turnen wird die Gruppe ebenfalls gespalten. Eine wirkliche Reihenfolge gibt es nicht, soweit ich das erkennen konnte. Das was gerade frei ist, wird gemacht.

Prüfungseinheit 3000m-Lauf

Euch trennen maximal 12:59 Minuten von eurem Ziel. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen !

Weitere Trainingseinheiten

Zu den anderen Prüfungseinheit kann ich leider keine Auskunft geben, da ich diese nicht gemacht habe.

Tipp 1: Macht euch nicht zu viele Gedanken über den gesamten Tag

Also ich kann euch sagen, dass ihr euch keine Gedanken darüber machen solltet, ob ihr den Tag durchhaltet. Zwar wird immer wieder gerne betont, dass das alles kein Zuckerschlecken ist, aber alles in allem habt ihr genug Ruhepausen. Also ich hatte bis zu 30min Pause zwischen den einzelnen Prüfungen.

Tipp 2: Essen & Trinken

Dass ihr Kohlenhydrate zu euch nehmen sollt, muss ich euch wohl nicht sagen :) Besonders 2-3 Tage vor dem Test solltet ihr euch einen Kohlenhydrat-Puffer aneignen. Nudeln, Reis, Kartoffeln – alles super Energielieferanten ! Am Prüfungstag muss jeder für sich sich wissen, was er während des Sports isst und, besonders wichtig, verträgt. Denn es bringt euch nichts besonders ausgefallene Energielieferanten zu futtern, wenn euer Magen nicht damit klar kommt. Nehmt also gewohnte Mahlzeiten zu euch. Ich persönlich habe auf Studentenfutter zurückgegriffen. Die Nüsse, Mandeln und besonders die Rosinen sind gute Energielieferanten. Aber auch ein Käsebrötchen mit Magarine kann euch wichtige Nährstoffe liefern. Auch wenn es Leute gibt, die darauf schwören: Lasst die Finger von Energieriegel und Energiedrinks. Das Zeug ist pure Chemie und man kann locker auf normale Lebensmittel zurückgreifen. Ansonsten würde ich euch raten stilles Wasser zu trinken. Gebenenfalls mit etwas Apfelsaft mischen. Auch kann ich euch empfehlen in der Mittagspause einen kleinen Nudelsnack in der SPOHO-eigenen Kantine/Mensa zu gönnen. Achtet dabei jedoch darauf, dass ihr nicht zu viel Soße esst. Die bekommt dem Magen bei mSport nicht so gut. Zum Trinken noch ein Hinweis: Viel trinken ist gut, zu viel trinken ist schlecht :) Wir alle kennen den am Wegrand sitzenden jungen Mann aus der VOX-Reportage, der beim 3000m-Lauf zusammengeklappt ist. Der hatte sich vor dem Lauf mit Wasser vollaufen lassen … Der Rest ist bekannt.

Tipp 3: Badeshorts beim Schwimmen (für die Herren); Bikini beim Schwimmen (für die Damen)

Für die Herren: Niemanden interessiert wie ihr ausseht :) Auf 100m kann eine Badeshorts gut und gerne zwei Sekunden ausmachen. Wer also mit der Zeit zu kämpfen hat, dem empfehle ich einen Eierquetscher ! Weniger Stoff = Weniger Widerstand !

Für die Damen: Euer Bikini-Traumbody, den ihr natürlich ohne Zweifel habt, ist für alle Anwesenden an diesem Tag absolut uninteressant , weshalb es auch ein Badeanzug tut :) Wäre doch fatal, wenn der Kopfsprung daran scheitert, dass ihr euch zu viele Gedanken darüber gemacht habt, ob das Oberteil rutscht und ob ihr es im Fall der Fälle festhalten sollt. Viel schlimmer wäre es noch, wenn es daran scheitert, dass ihr es tatsächlich gemacht habt :P

Tipp 4: Kopfsprung

Macht ihn vorher ein paar Mal ! Im letzten Jahr war das besser als jede Comedy-Show. Da waren reihenweise Rückenklatscher und Schlimmeres dabei. Wer das letzte Mal vor x Jahren vom 1m-Brett gesprungen ist, sollte es noch einmal machen. Besonders weil die Bretter in der SPOHO wirklich extrem weich sind und ihr absrpingen müsst. Nicht umsonst heisst es KopfSPUNG ( Lacht nicht, einige sind im letzten Jahr „gefallen“). Außerdem solltet ihr beachten, dass ihr DREI Schritte VOR dem Absprung macht. Um das Problem zu umgehen, aus dem Rythmus gekommen zu sein oder ob man nun zwei oder drei Schritte gemacht hat: Stellt euch an das Ende des Sprungbretts. Bis ihr vorne seid, habt ihr mindestens fünf Schritte gemacht und seid auf der sicheren Seite. Wer nicht die Möglichkeit hat auf einem weichen Brett zu üben, dem sei gesagt, dass ihr vor der Prüfung relativ viel Zeit habt sich an das Brett zu gewöhnen. Außerdem sagt euch der Prüfer nach eurem Trainingssprung, den jeder hat, was ihr gegebenenfalls anders/besser machen müsst.

Tipp 5: Taucherbrille (Schwimmen)

Taucherbrillen sind erlaubt !

Tipp 6: 50m-Bahnen, Zwischenzeit und zur Seite gucken (Schwimmen)

Die Pause, die man bei der Wende auf 25m-Bahnen macht, unterschätzen viele. Ich kann mich erinnern, dass ich bei der ersten 50m-Bahn nach der 25m-Linie kurz dachte „F**k, noch so weit bis zur Wende?“ – Teilt euch die Luft und Kraft ein. Die Wende könnt ihr übrigens auch dazu nutzen, euch über eure Zwischenzeit zu informieren. Die AstA-Helfer sitzen alle am Bock und schreien euch eure Zeit zu.

Kurz noch angemerkt: Ich habe während der Prüfung immer wieder Leute gesehen, die geguckt haben, wo die anderen Schwimmer sind. Völlig egal, nur eure Zeit zählt!

Tipp 7: Haltung (Sprint)

Beim Sprint solltet ihr nicht gebeugt laufen. Dies bedeutet: Blick in Richtung Ziel und nicht in Richtung Boden. Sobald ihr auf den Boden guckt, bricht euer Körper ein und eure ganze Dynamik wird gestört. Dies gilt besonders für die letzten 20 Meter – Augen zu (Kopf nicht senken :D ) und durch !

Tipp 8: Absprung mit einem Bein (Hochsprung)

Beim Hochsprung ist es völlig egal wie ihr über die Stange kommt. Hauptsache ihr springt mit einem Bein ab !

Tipp 9: Socken ? (Turnen)

Geturnt wird Barfuß !

Tipp 10: Rückwärtsrolle durch den Hockstütz

Ich weiss nicht wieviele E-Mails ich bezüglich meiner Rückwärstrolle bekommen habe, aber es waren viele. Dazu kann ich nur sagen, dass die Rückwärtsrolle in dem Video ausbaufähig ist und sicher nicht als Maßstab dienen kann. Ich weiss auch nicht wie meine Rückwärtsrolle während der Prüfung aussah, allerdings hat es gereicht. Ich würde aber nie sagen: „Was ihr auf dem Video seht, reichtdefinitiv für die Prüfung aus“.

Tipp 11: Haltung (Turnen)

Zum Turnen gehört auch eine ordentliche Präsentation. Achtet also darauf, dass ihr auch neben den eigentlichen Prüfungseinheiten wie Hockstütz, Handstand und so weiter eine vernünftige Haltung (Rücken durchgestreckt ; Armpositionen etc.) an den Tag legt. Das trägt nämlich auch positiv zur Bewertung bei.

__________________________________________

Ich hoffe ich konnte dem ein oder anderen noch ein paar Fragen beantworten oder eventuell ein wenig die Nervosität nehmen. Ich wünsche euch allen viel Glück und ich freue mich über jegliche Resonanz ! Natürlich könnt ihr auch gerne noch weitere Fragen stellen, falls noch welche offen geblieben sind.

Gruß
Christian

Anmerkung: Die Münchener Fernsehproduktionsfirma VIRGO FILM AG sucht für die Sporteignunsgprüfung in Köln noch Protagonisten, die sich dafür bereit erklären, während der Prüfung von einem Kamerateam begleitet zu werden. Interessenten können sich via E-mail (anna.seesslen@virgofilm.de) mit der Firma in Kontakt setzen.

04.07.08 – Eignungsprüfung: Rückblick

Juli 16, 2008 von Christian Kresse

Sooooo … ich melde mich mal wieder …

Eine Woche ist nun die Sporteignungsprüfung an der DSHS Köln her und ich habe es leider auf Grund einer mir zugezogenen Verletzung nicht geschafft.

Für alle Interessierten werde ich mal eine kleine (ist doch länger geworden als ich dachte :) ) Review schreiben.

Der „Tag“, es war mitten in der Nacht, fing um 6:15 Uhr an. Nachdem ich mich endlich aus dem Bett aufgerafft hatte, ein wenig gefrühstückt und dann die letzten Sachen wie Essen und Trinken in meine mindesten 15 Kilogramm schwere Tasche gepackt hatte, gings dann auch schon zur Bahn, die mich zur SPOHO befördern sollte.

An meiner Seite war, den ganzen Tag, Dominik, der sich als Studentenfutter-Wegesser, Wasser- und Taschenträger extrem bewährt hat. An dieser Stelle nochmal vielen Dank Dome, super Aktion von dir trotz deiner ganzen Krankheitsgeschichten mich den ganzen Tag begleitet zu haben. (Danke auch an Phil, Katharina und Kathi, die dann etwas später dazukamen).

An der SPOHO angekommen, ging es zunächst zur Anmeldung. Personalausweis vorgezeigt, Daten aufgenommen und irgendwo in der Einganghalle hingesetzt und auf den Startschuss zur Vorbesprechung im Hörsaal gewartet. Nachdem diese dann endlich um 8:15 Uhr zu Ende war und wir in unsere Gruppen eingeteilt wurden, gings auch direkt zur ersten Disziplin: Leichtathletik !

Schnell umgezogen, warm gemacht und los ging es. zwei Männer-, eine Frauengruppe – Meine Gruppe musste mit Kugelstoßen beginnen. Im Training hatte es zwar einige Male geklappt, aber sicher war ich mir bei dem Ganzen nicht. Der Eingewöhnungswurf war auch direkt mal zu kurz, allerdings ist der erste Wurf meistens mies. Zu meiner Überraschung war die Kugel wesentlich griffiger als meine Trainingskugel, was unter anderem dazu führte, dass ich in meinen ersten Versuch die Kugel direkt hinter die rote Linie befördern konnte. Da das ganze Prozedere beim Kugelstoßen ziemlich lange dauerte, hatte ich genügend Zeit mich für den Hochsprung, die nächste Disziplin, einzuspringen. Zwar wusste ich, dass ich die Höhe schaffen müsste, aber durch meine vierjährige Hochsprung-Abstinenz war noch nicht alles gerizzt. Eventuell lag es an dieser langen Pause, eventuell war es auch nur eine Verkettung unglücklicher Zufälle, jedenfalls hatte ich mir bei meinem ersten Einsprungversuch das Knie verdreht (Selbstdiagnose – spätere Diagnose beim Arzt: Stauchung – 2-3 Wochen Belastungspause) und ich konnte fortan nur noch humpeln. Das war sowohl körperlich als auch psychisch erst einmal ein kleiner Schock. Nichtsdestotrotz sollte es mit dem Hochsprung trotzdem klappen. Nach zwei Versuchen war die Höhe allerdings, teilweise bedingt durch die Angst mein Knie könnte sich komplett verabschieden, immernoch nicht bezwungen. Im dritten Versuch hieß es also Konzentration und Zähne zusammen beißen. Und mit gefühlten 1mm Abstand zur Stange hatte ich es dann auch geschafft. Puh ! Ganz knapp dem Defizit entkommen!

Die letzte Leichtathletik-Diziplin war der 100m-Sprint. Mit dem Knie hatte ich da so meine Bedenken. Zwar konnte ich einigermaßen laufen, aber irgendwie konnte ich es nicht zu 100% belasten. Naja, da musste ich nun durch … . Ich war in der letzten Gruppe – eigentlich nicht schlecht, denn so konnte ich mich noch ein wenig einlaufen. Nachdem dann alle vor meiner Gruppe und mir gestatet waren, ging es für mich nun auch endlich los. Auf die Plätze, Fertig, Los … einigermaßen aus dem Startblock rausgekommen ging es mit dem Ziel vor Augen los – Oberkörper gerade, Blick nach vorne , Knie hoch – Im Ziel angekommen dachte ich „Könnte knapp werden“. Die letzten 20 Meter hatten meine Beine irgendwie nicht mehr ganz so viel Power. Als der Prüfer dann das Ergebnis verkündete, war ich ein wenig enttäsucht: „Christian Kresse – 13,5 “ – SHIT … Das erste Defizit. Naja, was solls … mit dem Gedanken, dass mir, wäre ich 0,1 schneller gelaufen, das Defizit erspart geblieben wäre, ging es dann zur nächsten Disziplin: Tischtennis.

Zum Tischtennis gibt es eigentlich nicht viel zu erzählen. Hat super viel Spaß gemacht, war knieschonend und absolut easy. Vorhand, Rückhand, Vor- und Rückhand und Trainingsspiel – Disziplin ohne Defizit beendet.

Weiter ging es nach einer kurzen und ungeplanten Wartepause mit Schwimmen. Schwimmen war für mich noch nie ein Problem und so war ich voller Zuversicht, dass ich diese Disziplin ohne Defizit bestehen würde und weiter im Rennen um einen Platz an der SPOHO sein würde. Und so kam es dann auch: Kopfsprung und Tauchen wurden stilsicher (Beim Kopfsprung reichte der Prüferin sogar bereits der Probesprung) vorgeführt und auch das Vorschwimmen lief, bis auf kleinere Mängel an meiner nicht vohandenen Gleitphase (Wer braucht sowas auch im Wettkampf?) ohne weitere Probleme ab. Beendet wurde Diziplin mit dem Zeitschwimmen. Gefordert waren 1:40min – Eine Zeit, die ich im Training auf 25m Bahnen immer unterbieten konnte und auch auf den 50m Bahnen war ich zuversichtlich. Am Ende war meine Zeit 1:20min und ich war zufrieden. Auch wenn ich nach 75m dachte ich würde jeden Moment absaufen (So 50m Bahnen haben es doch in sich). Hiernach war eigentlich die reguläre Pause geplant. Diese musste allerdings durch die Zeitverschiebung zuvor ausfallen. Aber da man als Prüfling nunmal nichts zu sagen hat, mussten sich alle der höheren Macht beugen und gingen zu ihrer nächsten Disziplin: Volleyball.

Volleyball – Im Schulsport tausendfach betrieben, immer Spaß gehabt, aber nie trainiert. Ich war dementsprechend gespannt, wie ich mich schlagen würde und was auf mich zukommen würde. Nach einer fünfminütgen Einspielphase bat der Prüfer dann die ersten sechs Freiwilligen in das Trainingsspielfeld zu treten und ein Spiel zu zeigen, dass zum Ziel hatte den Ball möglichst lange im Spiel zu halten. Sollte heissen: Keine Schmetterbälle, keine Blocks – Gesagt, getan. Meine fünf Mitstreiter und ich spielten also konzentriert vor uns hin. Wirklich gefordert wurde man dabei nicht, außer immer in Bewegung zu bleiben und die drei erlaubten Ballkontakte wenn möglich voll auszunutzen. Nach fünf Minuten war dann für unsere Gruppe auch schon Schluss. Mit dem Gedanken im Kopf die erste von mehreren Übungen abgeschlossen zu haben, gingen wir dann zum Prüfer, der uns, zu unserer allgemeinen Überraschung, mitteilte, dass wir sechs alle bestanden hätten und uns nun für die letzte Disziplin vor dem 3000m-Lauf, dem Turnen, ausruhen sollten.

Wir taten wie uns geraten wurde und so verbrachte ich mit meinen Freunden eine gute halbe Stunde Zeit in der kleinen SPOHO-Mensa und führte meinem Magen ein wenig Essen hinzu, bevor es dann in die kleine Turnhalle ging. Dort, wo sich dann ein kleines Nervendrama abspielen sollte. Überraschenderweise hatten wir keine Aufwärmphase, was der ein oder andere sicher hätte gebrauchen können. Noch dicker kam es, als mein Name dann zu aller erst aufgerufen wurde. Mit dem Gedanken, dass jedes weitere Defizit das Ende bedeuten würde und dass mein Rad alles andere als 100% sicher war, trat ich also vor. Vorwärstrolle in den Strecksprung mit 180 Grad Drehung – kein Problem – Die Rückwärtsrolle … Ansatz war da, aber die Kraft fehlte auf einmal … verkackt. Keine Zeit verlieren, direkt neu ansetzen (später habe ich dann erfahren, dass das mein zweiter Versuch war – während der Prüfung war mir das gar nicht so bewusst ^^) und diesmal war die Rückwärtsrolle durch den Hockstütz geschafft. Gefolgt von einem Handstand und dem Rad, was anscheinend ausreichend war, beendte ich die Kür erfolgreich und war dem 3000m-Lauf einen kleinen Schrittnäher gekommen. Nach der Bodenkür war der Sprung über den Bock dran, welcher allerdings kein Problem darstellte. Und dann kam das Reck … ich war bis dato insgesamt dreimal in meinem Leben auf einem Reck (die dreimal hatte alles ohne Probleme geklappt). Dann kam jedoch die Prüfungssituation … Im ersten Versuch konnte ich den Aufschwung wie gefordert über die Bühne bringen, aber beim Umschwung scheiterte es dann woran auch immer – eventuell die ersten Spuren des Tages an meinem Körper. Jedenfalls musste ich ein zweites, womöglich letztes mal an diesem Tage ran. Aufschwung ok, Umschwung … Schwung geholt, gemerkt dass es wieder nix werden wird, nochmal abgefangen … nochmal durchatmen … neuen Schwung holen … geschafft, ich war rum. Der Abgang verlief dann auch erwartungsgemäß und ich war fast am Ziel. „Nur noch die Klimmzüge“ dachte ich, „dann quälst du dich noch über die 3000m und dann hast du es geschafft“. Die Klimmzüge waren dann auch nur noch Formsache.

3000m … meine schlechteste Disziplin. Aber ich wusste, dass ich es, nachdem ich es bisher hierher geschafft hatte, schaffen würde. Es sei denn mein Körper würde mich daran hindern. Und leider leider leider kam es dann auch so: In der vierten Runde, immernoch in der Zeit, versagte mein Knie auf ganzer Linie, nichts ging mehr … Absolute Muskelblockade und ein stechender Schmerz in der Kurve nach der Ziellinie machten dem diesjährigen Ziel, ein Sportstudent zu werden, einen Strich durch die Rechnung. Frustriert, traurig und sauer zugleich setzte ich mich auf die Wiese neben der Laufbahn und musste mich damit abfinden, dass es dieses Jahr nichts mit einem Sportstudium werden würde.

Nun gut … eine Woche danach, mit der Gewissheit dass mich mein knie nur noch knappe 2 Wochen am Sport hindern wird, sehe ich das Ganze wieder etwas nüchterner. Klar, doof gelaufen und so weiter. Aber ich hab gesehen, dass es machbar ist und somit werde ich im Februar nächsten Jahres wieder an den Start gehen. Bis dahin werdet ihr sicher von mir hören – Ein weiterer Blog zur Eignungsprüfung, diesmal dann für 2009, ist in Überlegung , ein paar neue Ideen habe ich auch schon.

Greetz
Christian

PS: Glückwunsch an alle die es geschafft haben. An alle die es nicht geschafft haben: Kopf hoch, trainieren, wir sehen uns spätestens im Februar hinter der Ziellinie !